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Die Hipster

Trendsetter und Neo-Spießer

aufgeschlagenes Buch© PublicDomainPictures | pixabay.com

Schön, dass wir wieder ein alt-neues jugendkulturelles Feindbild haben. Konkret: Der Hipster. Lange schon schwebt diese amorphe Gestalt durch ätzende, manchmal hasserfüllte Seiten der großen Medien. Denn immerhin ist der Hipster, wie auch sein Bruder der Bobo, in seinem äußeren Erscheinungsbild nicht angepasst, er neigt zu einer Nonkonformität in etlichen Lebensbereichen: Jutetaschenkult, Vollbärte und Biolädeneröffnungen. Als sein angeblich unpolitischer Vorgänger gilt die Beat-Generation, die über ihre Erben, die Hippies, die damalige Welt in einem Protestaufschrei auf den Kopf stellten. Ein anderer Lebensstil mit Anleihen an der viel besungenen Bohème ist vielen Journalisten und Wissenschaftlern – so auch dem Autor vorliegenden Bandes – immer noch suspekt. Freilich: Der Hipster ist kein marxistischer Revolutionär und in vorliegendem Buch erschient er uns als Ausgeburt des ideologisch Bösen, Unerwünschten, als Prototyp eines entfesselten Neoliberalismus, ichzentriert, gemeinschaftsfern und in seinem tiefsten Inneren systemkonform und karrieregeil. Nun stimmt an der vorliegenden, locker geschriebenen Analyse sicherlich vieles und der von Ikrath leidenschaftlich beklagten Entpolitisierung dieser Jugendgeneration ist zuzustimmen. Die bunt schillernde Hipster"kultur" hätte jedoch nach Ansicht des Rezensenten eine differenziertere Schilderung verdient. Denn trotz aller systemkonformer, „bürgerlicher" Wallungen muss ein Bohèmien-Lebensstil nicht radikal verurteilt werden, es sei denn, eine verinnerlichte Ideologie zwingt dazu. Solange Hipster – ungewollt – zu heftigen Reaktionen wie in vorliegendem Buch sorgen, ist ihr Dasein berechtigt. Denn Provokation und Diskussion beleben die Demokratie.

Roman Schweidlenka


Philipp Ikrath: Die Hipster. Trendsetter und Neo-Spießer, Promedia Verlag, Wien 2015

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