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DIE YOGINI

Rezension zum Buch von Ulli Olvedi

© PublicDomainPictures | pixabay.com

Ulli Olvedi: Die Yogini, München 2016

Olvedi konnte sich über die Jahrzehnte einen guten Namen in Sachen tibetischer Buddhismus erarbeiten. Sowohl ihre Sachbücher, als auch ihre Romane sind eine seriöse Auseinandersetzung mit der alten und neuen Welt des Buddhismus. In ihrem neuesten, voluminösen Buch tritt uns als Hauptperson eine Yogini entgegen. Und das im Land der männerdominierten Mönchsorden! Yoginis sind Praktizierende des tantrischen Buddhismus außerhalb des monastischen Rahmens, die auf keine bestimmte Lebensweise festgelegt sind. Die Erzählung spielt im 18. Jahrhundert. Die Autorin vermittelt viele Details der alten Kultur, in die der Leser mit der jungen Heldin Lenjam allmählich eintaucht. Die tibetische Gesellschaft wird durchaus kritisch beleuchtet, keine Klischees einer heilen buddhistischen Welt werden bemüht. Da der Text einfach und flüssig zu lesen ist, werden Bilder einer alten Welt und inzwischen nicht mehr existenten Kultur im Lesenden lebendig. Freilich beschränkt sich das Buch nicht nur auf kulturelle Schilderungen. Lenjam erhält tantrische Einweihungen, umgeben von einer animistisch fühlenden Gesellschaft, in der intensive schamanische Glaubenselemente und Weltbilder lebendig sind. Lenjam ist keine körperlose, coole Heldin, sondern erleidet als Mensch im Rahmen ihres spirituellen Lebensweges Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins: gerade dieser „geerdete" Zugang Olvedis zu den tibetischen Lehren macht das Buch lesenswert und lässt die Praxis der spirituellen Partnerschaft nicht in das Nirwana entschweben. Erwähnt sei noch, dass auch in der „Yogini" die Kritik der Autorin an patriarchalen Traditionen des Buddhismus deutlich wird.

Roman Schweidlenka

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