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INTEGRATIVE LEHRE

Geht nicht, gibt′s nicht!

LOGO Geht nicht gibts nicht© LOGO Jugendmanagment


Durch die integrative oder auch verlängerte Berufsausbildung sollen Jugendliche, die aufgrund ihrer Einschränkung eine reguläre Lehre nicht abschließen können, eine berufliche Ausbildung erhalten und sich in das Berufsleben eingliedern können.

Es gibt 2 Möglichkeiten der integrativen Berufsausbildung:

  • Berufsausbildung in einem Lehrberuf mit einer um bis zu ein bzw. maximal zwei Jahren verlängerten Lehrzeit. Der Abschluss erfolgt mit der Lehrabschlussprüfung. 
  • Berufsausbildung in einer Teilqualifikation eines Lehrberufes in einer Zeitdauer von ein bis drei Jahren.
    Die Ausbildung wird auf bestimmte Teile des Berufsbildes eines Lehrberufes eingeschränkt, allenfalls ergänzt durch Teile der Berufsbilder weiterer Lehrberufe. Der Abschluss erfolgt mit einer Abschlussprüfung.

Wer kommt für die integrative Berufsausbildung infrage?

Für die integrative Berufsausbildung kommen benachteiligte Personen (Personen, die nicht in eine reguläre Lehre vermittelt werden konnten) in Betracht sofern sie einer der folgenden Gruppen angehören:

  • Personen mit sonderpädagogischem Förderbedarf am Ende der Pflichtschule, die zumindest teilweise nach dem Lehrplan einer Sonderschule unterrichtet wurden, oder
  • Personen ohne bzw. mit negativem Hauptschulabschluss, oder
  • Menschen mit Behinderung im Sinne des Behinderteneinstellungsgesetztes (Landesbehindertengesetzes), oder Personen, bei denen aus ausschließlich persönlichen Gründen angenommen werden muss, dass für sie keine Lehrstelle gefunden werden kann.

Ausbildungsort

Die Ausbildung soll vorrangig in Lehrbetrieben durchgeführt werden. Jugendliche, die im Rahmen der integrativen Berufsausbildung in einem Lehrverhältnis mit verlängerten Lehrzeit ausgebildet werden, müssen die Berufsschule besuchen.

Während der Ausbildung im Rahmen einer Teilqualifizierung besteht das Recht bzw. die Pflicht zum Besuch der Berufsschule nach Maßgabe der festgelegten Ausbildungsziele.


Berufsausbildungsassistenz

Das Ausbildungsverhältnis ist durch eine Berufsausbildungsassistenz zu begleiten. BerufsausbildungsassistentInnen begleiten und unterstützen dabei benachteiligte Jugendliche und Jugendliche mit Behinderung während der Ausbildung im Betrieb (in der Ausbildungseinrichtung) und in der Berufsschule.

Zu ihren Aufgaben zählen:

  • Begleitung und Unterstützung des Ausbildungsverhältnisses. Die AssistentInnen leisten dabei einen Beitrag zur Lösung von sozialpädagogischen, psychologischen und didaktischen Problemen.
  • Mitwirkung bei der Festlegung der Ausbildungsziele zu Beginn. Die Ziele der Berufsausbildung werden dabei gemeinsam mit den Personen bzw. Erziehungsberechtigten, Lehrbetrieben oder Ausbildungseinrichtungen, unter Einbeziehung der Schulbehörde erster Instanz und des Schulerhalters festgelegt.
  • Abnahme von Abschlussprüfungen gemeinsam mit ExpertInnen am Ende der Ausbildung für Jugendliche, die in Teilqualifikation ausgebildet werden.
  • Unterstützung bei einem Wechsel zwischen den Ausbildungsarten.

Abschluss der integrativen Berufsausbildung

Es gibt 2 Möglichkeiten die integrative Berufsausbildung abzuschließen:

  • Bei verlängerter Lehrzeit: Lehrabschlussprüfung
  • Bei Teilqualifikation: Abschlussprüfung über die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten frühestens zwölf Wochen vor dem regulären Ende der Ausbildung. Die erreichte Qualifikation wird durch ein/e BerufsexpertIn und ein Mitglied der Berufsausbildungsassistenz festgestellt.

Entlohnung und Sozialversicherung während der Ausbildung

Benachteiligte Jugendliche oder Jugendliche mit Behinderung, die in einem Lehrbetrieb einen Beruf erlernen, erhalten während der Ausbildung eine Lehrlingsentschädigung, deren Höhe durch den Kollektivvertrag geregelt ist.

Erfolgt die Ausbildung in einer Ausbildungseinrichtungen und nicht in einem Unternehmen, so wird üblicherweise eine Beihilfe im 1. und 2. Lehrjahr in der Höhe von € 294 und ab dem 3. Lehrjahr in der Höhe von € 679,50 pro Monat ausbezahlt. Diese Beihilfe wird auch "Beitrag zur Deckung des Lebensunterhaltes" (DLU) genannt.

WICHTIG!

Während der gesamten Ausbildung besteht darüber hinaus Sozialversicherungs-Pflicht. Es besteht Anspruch auf Familienbeihilfe und Freifahrt bzw. Fahrtenbeihilfe.

Mehr Infos unter anderem auf der AMS Website, Website der Arbeiterkammer oder bei  Jugend am Werk.

PROJEKTE:

Mitmischen bei den Wahlen in der Steiermark und Vielem mehr. Verbindungen knuepfen, Gemeinsamkeiten entdecken, Bewusstsein schaffen. Beteilige dich an den ersten steirischen Jugendgesundheits-konferenzen! Gesundheitskompetenz in der professionellen, ausserschul. Jugendarbeit.

Stadt Graz, Amt für Jugend und Familie auf www.graz.atLand Steiermark, Abteilung 6 Bildung und Gesellschaft auf www.verwaltung.steiermark.at

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