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Katharina - EFD in Rumänien

Ein Report in Interviewform

© Katharina Bertsch

Wie bist Du zum EFD gekommen? Wie hast Du davon erfahren?

Durch eine gute Freundin, mit der ich dann den Infoabend besuchte.

Im welchem Land hast Du Deinen EFD gemacht?

Im wunderschönen Rumänien.

Wann und wie lange warst Du dort?

Das Jahr 2015 durfte ich mit dem Projekt (er)füllen.

Was hast Du vor Deinem EFD-Aufenthalt gemacht?

Gelacht, gelebt und die Ausbildung zur Kindergarten- und Hortpädagogin.

Für welche Organisation warst Du tätig und was waren Deine Aufgaben?

Fundația Filantropica Metropolis heißt die Organisation in der ich im Heim „Acasa" und in der Nachmittagsbetreuung „Centrul de Zi" tätig war.
Meine Tätigkeiten waren vielseitig und aus eigener Initiative. Ich durfte wichtige Aufgaben und Verantwortungen übernehmen, eigene Projekte umsetzen und die Kinder im Alltag begleiten.

Was hast Du in Deiner Freizeit gemacht?

Meine Freizeit habe ich hauptsächlich mit anderen Freiwilligen und neuen Freunden verbracht – Bukarest bei Tag & Nacht erkunden, Rumänien bereisen, Interkulturelle Veranstaltungen, Konzerte, Museen, ...

Wie hast Du gewohnt?

Ich hatte ein eigenes, großes, helles Zimmer mit Bad und WC im Kinderheim, das in einer ziemlich armen Gegend am Stadtrand Bukarests, umzäunt mit Stacheldraht, mit Kameras und Hunden bewacht, lag. Meistens habe ich mit den Kindern zusammen mittags und abends deftig gegessen, in einem großen Speisesaal, aber ich hatte auch die Möglichkeit selbst zu kochen in einer kleinen Gemeinschafts-Küche. Jedes Monat bekam ich eine Fahrkarte bezahlt, damit ich mit Öffis in die Stadt gelangte. Ich konnte selbst wählen ob ich Abende mit den anderen Freiwilligen, den Kids oder alleine verbringen wollte.

Hast Du die Sprache Deines Gastlandes und/oder andere Sprachen gelernt?

Ja, ich habe die Sprache Rumänisch zu Verstehen und Grundlegendes zu sprechen gelernt. Meine Lehrer dafür waren vor allem meine Heimkinder. Danke für eure Geduld. Jedoch waren meine größten Fortschritte in Englisch – Von 3 auf 100. Deshalb wurde mir auch die Non-Verbale-Sprache viel bewusster. Natürlich lernt man durch die vielen interkulturellen Begegnungen auch Begrüßungen (und ja, auch Schimpfwörter) in fast allen europäischen Sprachen.

Was hast Du noch gelernt?

Boah, ich durfte in diesem besonderen Jahr besonders viel lernen. Sichtbares und Unsichtbares. Bin dankbar dafür!

Was ist Deine schönste Erinnerung?

Der Zeitpunkt an dem ich „endlich" meinen Platz gefunden habe, an dem ich mich wohl fühle. Nicht nur den physikalischen Platz, sondern der in einer Freundesgruppe und die aufgebaute Beziehung mit den Heimkindern, die „Kaaaatalina" schreien wenn sie mich sehen.

Die Zeit an dem das Heim und das Land mein Daheim wurde.

Worüber musst Du heute noch lachen, wenn Du an diese Zeit zurückdenkst?

: ) Ein zufriedenes, nostalgisches Lächeln wandert sofort in mein Gesicht und Gehirn wenn ich an das Jahr denke. Es war wie ein Wunder, so voll, so schön. Ich muss lachen wenn ich an die vielen lustigen Momente mit den Kindern denke oder an die kulturellen / sprachlichen Missverständnisse. Wenn ich an die Reisen denke, bei denen ich mich so frei gefühlt habe. Ich muss lachen, wenn ich daran denke wie sehr ich geweint habe, als mir meine Familie am Bahnhof zum Abschied winkte. Und an die vielen Herausforderungen die ich meisterte. Ja, das Jahr hat mich erfüllt.

Was war die wichtigste Erfahrung/ Erkenntnis für Dich?

Dass ich ein Glücksmädchen bin!
Geboren und leben in Österreich, in einem Haus mit Strom und fließendem Wasser.
Geboren in eine Familie, die nicht arm ist, die mich lieben, die für mich da ist.
Geboren als gesunder Mensch mit unzähligen Möglichkeiten und Entscheidungsfreiheit.
Geboren als Glücksmädchen.

Was würdest Du anderen Jugendlichen raten, wenn sie ebenfalls ins Ausland gehen wollen?

Offenheit, Mut und eine gesunde Naivität. Sich darauf einlassen, durchhalten auch bei ganz natürlichen Down-sides, Initiative ergreifen und die Zeit genießen.

Dein EFD wird zum Kinofilm, welchen Titel trägt er?

Katharina’s Sichtweisen

Was machst Du jetzt?

Studiere Pädagogik, bezahle Rechnungen, betreue verschiedene Kinder, reise, verbringe wertvolle Zeit mit Familie und Freunden, atme, koche, lebe....

PROJEKTE:

Mitmischen bei den Wahlen in der Steiermark und Vielem mehr. Verbindungen knuepfen, Gemeinsamkeiten entdecken, Bewusstsein schaffen. Beteilige dich an den ersten steirischen Jugendgesundheits-konferenzen! Gesundheitskompetenz in der professionellen, ausserschul. Jugendarbeit.

Stadt Graz, Amt für Jugend und Familie auf www.graz.atLand Steiermark, Abteilung 6 Bildung und Gesellschaft auf www.verwaltung.steiermark.at

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