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Marie-Theres - Schüleraustausch Spanien

Ein Koffer voller Erinnerungen...

© Marie-Theres Auer

Ein Koffer voller Erinnerungen...

Es ist nun schon zwei Jahre her, dass ich in ein Flugzeug stieg um ab in die Fremde zu fahren. Zwei Jahre? Also irgendwie kann ich das kaum glauben. Es kommt mir wie gestern vor, dass ich durch die Straßen von Madrid gestreift bin. Ich höre immer noch die Gitarrenmusik, die mein Gastvater so gerne hörte und habe noch immer den Geschmack der allerbesten Tortilla meiner Gastmutter im Mund.
Aber eines nach dem anderen. Meine Entscheidung, ins Ausland zu gehen war für mich schon früh klar. Ihr kennt wahrscheinlich alle das Gefühl, einmal aussteigen zu wollen um etwas ganz Neues auszuprobieren. Ich hatte glücklicherweise schon eine Gastfamilie: Martha und Paula, meine Gastschwestern, waren in der 2. Klasse in unserer Schule gewesen. Sie und ihre ganze Familie verbrachten ein Auslandsjahr in Österreich. Wir haben uns damals schon gut verstanden aber meine Freude darüber dass sie mich aufnehmen würden war natürlich riesengroß.

Ich habe mir also alles selbst organisiert, vor allem weil das deutlich billiger kommt als mit einer Organisation. Man tragt dabei jedoch mehr Verantwortung, vom Flug buchen über die Kommunikation mit der Schule muss man sich um alle Kleinigkeiten selbst kümmern. Das war in meinem Fall kein Problem, da ich sehr viel Unterstützung von meiner Schule in Österreich und meiner Gastfamilie bekommen habe. Ohne Organisation ist man aber sicherlich auch während seines Semesters nicht so „gebettet". Weder meine Gastfamilie noch meine spanische Schule hatten vorher einen Ausstauschüler. Ich war in der Klasse meiner Gastschwester in einem kleinen Dorf in der Nähe von Alcalá de Henares, einer Vorstadt von Madrid. Es war also für alle eine neue Situation und wir haben sicher die ersten zwei Monate meiner fünfmonatigen Zeit dort gebraucht, um uns daran zu gewöhnen.

Es gibt kein Rezept für ein erfolgreiches Auslandssemster, aber das Wichtigste ist, sich auf all die neuen Eindrücke einfach einzulassen. Der Satz "Es wird bestimmt die beste Zeit deines Lebens" kann manchmal auch ganz schön stressen, denn es fühlt sich nicht immer so an. Es funktioniert nicht alles gleich, man findet nicht sofort Anschluss oder man hat womöglich Probleme mit der Familie . Aber jede Erfahrung die man macht ist unheimlich wertvoll. Ich habe in meinem Semester auf jeden Fall gelernt, gelassen zu sein und Situationen einfach auf mich zukommen zu lassen. So hätte ich mir zum Beispiel nie gedacht, dass ich Teil einer Dorftheatergruppe werden würde und mit ihnen in einer Adaption von „Don Quijote" auf der Bühne stehen würde!
Ein Auslandssemester ist immer auch ein bisschen wie ein zweites Leben. Du kommst an einen fremden Ort, wo dich niemand kennt und du am Anfang auch gar nicht weißt, wie die Dinge laufen. Zuhause hast du vielleicht schon langjährige Freunde und Hobbys, denen du schon seit langem nachgehst. Du bist Experte in deinem eigenen Leben sozusagen, doch dann lernst du plötzlich einen ganz anderen Lebensstil kennen. Im Ausland hast du die Möglichkeit, dich neu zu erfinden. Du lernst so viele Leute kennen, sprichst eine andere Sprache. Ein Auslandssemster ist eine große Chance, neue Seiten an dir zu entdecken.

Was mich betrifft, kann ich von Auslandsabenteuern gar nicht genug bekommen. Nach meiner Zeit in Spanien mache ich jetzt die Matura, danach geht es mit dem Europeischen Freiwilligendienst nach England, Finnland oder wenn ich Glück habe wieder nach Spanien. Mit meiner Gastfamilie habe ich noch immer guten Kontakt, sie drücken mir die Daumen für die Spanischmatura. Ich vermisse meine spanischen Freunde und vor allem die Kleinigkeiten meines dortigen Alltags. Ob im Fußball Real Madrid gegen Atlético Madrid spielt oder wir im Spanischunterricht den Don Quijote lesen – ich habe einen Koffer voller Erinnerungen aus Spanien behalten.

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Stadt Graz, Amt für Jugend und Familie auf www.graz.atLand Steiermark, Abteilung 6 Bildung und Gesellschaft auf www.verwaltung.steiermark.at

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