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Tamara - AuPair USA

Das Jahr meines Lebens

© franckreporter | istockphoto.com

Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Mir scheint, als hätte ich gestern erst mein Jahr als Au-Pair begonnen. Aber nun bin ich schon fast wieder 2 Jahre im Heimatland, jedoch bereichert mit vielen unvergesslichen Momenten, Erfahrungen und vielen neuen Freunden. Man könnte fast sagen, dass man als neuer Mensch zurückkehrt.

Schon seit vielen Jahren ist Amerika das Land meiner Träume. Natürlich ist man geprägt durch die Traumwelt, die Filme, Serien und Dokumentationen einem vermitteln – ich wollte aber dies schon immer selbst erleben. Ich wollte immer wissen, wie das Leben im „Land der Unbegrenzten Möglichkeiten" wirklich ist, vor allem auch, wenn der Alltag eingekehrt ist. Diesen Traum habe ich mir dann tatsächlich erfüllt.
Nach ungefähr einem halben Jahr voller Vorbereitungen und Vorfreude startete ich im März 2011 mein großes Abenteuer. Meine Reise ging nach einem Einführungswochenende in New York nach Frederik, eine kleine Vorstadt von Washington D.C.
Ich lebte bei einer Familie mit 3 Kindern im Alter von 2, 4 und 7, einem Hund und einer Katze. Meine Host-Eltern waren total nett und haben mich sofort in der Familie aufgenommen. Erst nach diesem Jahr weiß man, was es heißt, Verantwortung für Kinder zu übernehmen. Da meine Kids Frühaufsteher waren, begann mein Arbeitstag immer recht früh. Ein „normaler" Arbeitstag (wenn es einen solchen überhaupt gibt) sah folgendermaßen aus. Frühstück für die Kids richten, Spielen, bis es Zeit war, sie für Schule und Kindergarten fertig zu machen. Gemeinsam begleiteten wir die Älteste zum Bus, der nur ca. 200 Meter vom Haus stehen blieb – viel zu oft musste ich sie mit dem Auto zum Bus bringen, was für mich absolut verrückt war – naja, anderes Land, andere Sitten. Dann hieß es spielen, spielen, spielen. Gegen Mittag gab es noch Lunch und dann mussten wir auch schon meinen 4-Jährigen zur Preschool (bei uns Kindergarten) fahren, nach Hause mit dem Kleinen, kurzes Mittagsschläfchen, wieder spielen und beschäftigen, bis wir dann wieder beide Kids abholen mussten. Anschließend wurden die Hausaufgaben erledigt, mit Nachbarskindern gespielt und dann kam auch schon meine Hostmum nach Hause. Ab und zu gab es dann auch selbstgekochtes Abendessen, viel eher gingen wir in ein Restaurant oder ließen uns Essen liefern. Am späten Nachmittag wurden dann noch Freizeitaktivitäten, wie Soccer, Baseball oder Schwimmen betrieben. Nach meinem Arbeitstag ging es eigentlich immer, nachdem ich mit meiner Familie und meinen Freunden zuhause via Skype telefoniert habe, sofort zu Starbucks. In meiner Nachbarschaft befanden sich viele weitere Au-Pairs, mit denen ich mich sofort angefreundet habe. Wir waren immer eine Gruppe von ca. 5 Mädchen - die meisten aus Deutschland und Brasilien, wobei ich hier auch eine meiner nun besten Freundinnen kennengelernt habe. Komischerweise unterhielten wir uns ständig in Englisch, auch wenn nur deutschsprachige Mädchen beisammen waren. Man lernt die Sprache innerhalb der ersten paar Wochen, man denkt und träumt sogar in Englisch nach nur kurzer Zeit. In unserer Freizeit gingen wir oft ins Fitnessstudio, um all die leckeren Köstlichkeiten, die in den USA angeboten werden, abzutrainieren. Wie bereits erwähnt, darf ein Besuch bei Starbucks nicht fehlen. Nachdem die Einkaufszentren auch sonntags geöffnet hatten, verbrachten wir viel Zeit in der Mall.
Die unvergesslichste Zeit war mit Sicherheit mein Sommerurlaub mit meiner besten Freundin, auch ein Au-Pair aus der Nähe, den wir in Kalifornien verbrachten. Wir organisierten eine Rundreise, wo wir so viel wie möglich erleben konnten. Angefangen von Los Angeles, Hollywood, Sandstrände von Baywatch, Disneyworld, das atemberaubende Las Vegas, Grand Canyon, Übernachtung bei Cowboys an ner Ranch in der Wildnis, bis hin nach San Diego und Sea World. Es gab so viele unvergessliche Erlebnisse, die man einfach nicht in Worte fassen kann. Auch während des Jahres konnte ich mit meiner Freundin durch Wochenendreisen viele, viele Städte entdecken. Sehr beeindruckend und imposant war natürlich New York. Mehrere Male fuhren wir mit dem Bus in die Stadt, die niemals schläft. Hier kann ich bestätigen, diese Stadt ist wirklich so großartig, wie man es von Filmen und Serien kennt. Man kann nicht oft genug durch die Straßen schlendern, vom Rockefeller Center die riesigen Wolkenkratzer bewundern oder am Times Square die Millionen Lichter betrachten. Mein Highlight in New York war auf jedenfall die Silvesternacht. Mit meiner Freundin habe ich New Year’s Eve im Central Park vor einer riesigen Bühne mit den angesagtesten DJs verbracht. Den Ball-Drop am Times Square zu erleben war uns dann noch etwas zuuuu stressig und zu viele Menschen. Ein weiteres Highlight war der berühmte Navy-Ball in Annapolis, bei dem die berühmten „Midshipmen" in ihren weißen Anzügen geehrt werden. Wir verbrachten gleich ein ganzes Wochenende in der wunderschönen und malerischen Hauptstadt von Maryland. Das - im wahrsten Sinne des Wortes – atemberaubendste Erlebnis war mit Sicherheit unser Ausflug nach Ocean City, „der berühmten Insel" von Maryland. Dort wagten meine beste Freundin und ich unser allerersten Skydive. Man kann es kaum in Worte fassen, wie unbeschreiblich das Gefühl ist, wenn man aus fast 4000 Meter Höhe aus einem Flugzeug springt und fast 2 Minuten im freien Fall Richtung Meer „fällt". Dieser Ausblick über das Meer und dem Sandstrand von Ocean City war unfassbar. Zu schade, dass der Skydive so schnell vorüber ist – das muss man einfach mal erlebt haben – noch besser in den USA! 
In der Familie hatten wir richtig viel Spaß, auch zusammen mit den großen Familien. Gerade bei den Feiertagen, wie Ostern, Thanksgiving und Weihnachten war es schön, dass man komplett integriert und als Teil der Familie angesehen wurde. Denn an solchen Tagen kommt das Heimweh doch zum Vorschein. Es war echt spannend zu erleben, wie Feiertage, wie Weihnachten zelebriert werden. Wenn die Kinder am Abend vor Weihnachten, Kekse und Milch für Santa Clause bereitstellen oder Rentierfutter im Garten verstreuen, damit Rudolf das Haus nicht vergisst, schätzt man diese Momente sehr und schmunzelt auch noch heute darüber. Zusätzlich zu den üblichen Feiertagen, werden Feste wie Halloween, Valentinstag, Nationalfeiertag „Independence Day" oder der Superbowl so groß gefeiert, wie bei uns zum Beispiel Weihnachten. Die Menschen legen auf total andere Sachen großen Wert, als wir. Die Mentalität und die Kultur unterscheidet die Amerikaner sehr von uns Europäern. Noch heute habe ich Kontakt zu meiner Host-Family und den anderen lieben Au-Pairs.
Ich könnte hier noch stundenlang von meinem Jahr erzählen... Ich habe das Jahr sehr genossen, obwohl es auch mal schwierige Zeiten gab, wo zB das Heimweh stark war. Man verändert sich als Mensch sehr, man wird sehr selbstständig und vor allem verantwortungsbewusst. Schon alleine wegen meinen zahlreichen Erfahrungen möchte ich dieses Abenteuer nicht missen. Die neuen Freundschaften und die Erinnerungen an die unzähligen schönen Momente, sind einfach unbezahlbar. Meine neue zweite Heimat wird mir immer in Erinnerung bleiben.
Abschließend möchte ich es jedem, der nur irgendwie die Möglichkeit dazu hat, raten, diese Erfahrung zu machen. Man denkt täglich – und ich bin mir sicher, das ganze Leben lang - an diese schöne Zeit zurück. Ich würde sofort nochmal in den Flieger steigen und ein Jahr in einer neuen Kultur verbringen. Nur wer selbst diese Erfahrung gemacht hat, kann verstehen, wie schön es ist, sich diesen Traum erfüllt zu haben.

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Stadt Graz, Amt für Jugend und Familie auf www.graz.atLand Steiermark, Abteilung 6 Bildung und Gesellschaft auf www.verwaltung.steiermark.at

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