Tipps zur Förderung psychischer Gesundheit

  • Sorge gut für dich!
  • Ein gutes soziales Netzwerk hält dich gesund!
  • Ausgleich finden und Stress abbauen!
  • Bewusster Medienkonsum!
  • Beachte deine persönlichen Grenzen!
  • Hol dir Unterstützung, wenn es dir nicht gut geht!
Kümmere dich um dich selbst

Psychische Gesundheit

Psychische bzw. seelische Gesundheit (auch mentale Gesundheit) bedeutet, dass sich ein Mensch seelisch und geistig wohl fühlt. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung von Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und sozialer Teilhabe. Es gibt viele Faktoren, die dabei helfen können, die mentale Gesundheit zu beeinflussen. Das betrifft die Person selbst sowie Personen in der engeren Umgebung wie Familie, Freund:innen, Schulkolleg:innen oder Arbeitskolleg:innen. Die psychische Gesundheit befindet sich immer im Wechsel. Das heißt, dass sich Gefühle und Gedanken schnell verändern können. Es gibt einige Möglichkeiten, um die psychische Gesundheit zu fördern.

Förderung psychischer Gesundheit

Die Förderung psychischer Gesundheit ist aus vielen Gründen von Bedeutung. Sie ermöglicht, dass Menschen ein zufriedenes Leben führen. Hier ein paar Tipps, wie psychische Gesundheit gefördert werden kann. 

  • Selbstpflege: Sich um sich selbst zu kümmern trägt zur psychischen Gesundheit enorm bei. Ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, körperliche Aktivitäten und Stressbewältigungstechniken wie Entspannungsübungen können dabei behilflich sein.
  • Soziales Netzwerk: Qualitätsvolle Zeit mit der Familie oder Freund:innen unterstützt die mentale Gesundheit. 
  • Ausgleich finden: Zeit für Aktivitäten, die Spaß machen, Stress abbauen und einen Ausgleich zu Schule, Ausbildung oder Arbeit schaffen.
  • Realität vs. Fiktion in sozialen Medien: Gerade Influencer:innen inszenieren sich und teilen nur die besten Aspekte. Filter und Bearbeitungstools verändern das reale Aussehen. Der Vergleich mit anderen kann das Selbstwertgefühl beeinflussen. Es ist daher wichtig, sich bewusst zu sein, dass soziale Medien oft nur Teile oder Verzerrungen der Realität zeigen.
  • Bewusster Medienkonsum: Zu viel Zeit in den sozialen Medien oder vor dem Fernseher kann sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken. Es ist daher wichtig, eine gute Balance zwischen online- und offline-Zeiten zu finden. Pausen, Freund:innen treffen, an die frische Luft gehen, Sport betreiben, Bücher lesen oder kreative Aktivitäten ausüben unterstützt die psychische Gesundheit.
  • Grenzen setzen: Jeder Mensch hat unterschiedliche Belastbarkeitsgrenzen. Diese gehören erkannt und respektiert. Überbelastung oder Überforderung kann zu Stress und Erschöpfung führen. „Nein“ sagen und Zeit für sich selbst zu nehmen ist von großer Bedeutung.
  • Unterstützung suchen: Wenn es langfristig zu einer Niedergeschlagenheit, Überforderung oder Ängstlichkeit kommt, sollte professionelle Unterstützung aufgesucht werden. Psycholog:innen und Therapeut:innen können dabei helfen, Gefühle besser zu verstehen und Wege zu finden, wie damit umgegangen werden kann.

 

Weitere Informationen:

Feel-ok.at: Mentale Gesundheit im Überblick
gesundheit.gv.at: Psyche und Seele
Rat auf Draht: Themenbereich Gesundheit
 

Anzeichen für psychische Belastung

Es ist völlig normal, Phasen zu haben, in denen wir uns nicht ganz wohl fühlen. Aber es ist wichtig zu wissen, dass es Wege gibt, um Unterstützung zu erhalten und sich besser zu fühlen. Genau wie bei körperlichen Erkrankungen gibt es unterschiedliche Grade von psychischer Belastung und verschiedene Verläufe.
Wenn du dich über einen längeren Zeitraum hinweg belastet fühlst und im Alltag beeinträchtigt bist, könnte es hilfreich sein, mit jemandem darüber zu sprechen. Es gibt Expert:innen, die helfen können.
Es ist wichtig zu verstehen, dass psychische Erkrankungen behandelbar sind. Es gibt verschiedene Methoden und Ansätze, die individuell zugeschnitten werden. Wenn du Veränderungen an dir selbst bemerkst, die über mehrere Wochen andauern, ist es Zeit, Hilfe zu suchen.

Denke daran, dass du nicht allein bist und es keine Schande ist, Unterstützung zu suchen. Es ist ein wichtiger Schritt, um deine psychische Gesundheit zu verbessern und wieder ein erfülltes Leben zu führen. Also scheue dich nicht davor, dich an Expert:innen zu wenden und um Hilfe zu bitten.
 

Symptome bei einer psychischen Belastung

  • Niedergedrückte Stimmung
  • Veränderungen des Schlafrhythmus (Ein- und Durchschlafstörungen, frühmorgendliches Erwachen)
  • Ängste, die die Lebensführung einschränken
  • Energie- und Lustlosigkeit
  • sich aufdrängende Gedanken, die man nicht im Kopf haben will
  • Gedanken, die einen wiederholt zu bestimmten Handlungen zwingen
  • Sinneswahrnehmungen, die andere Menschen nicht haben
  • wechselnde körperliche Beschwerden ohne organische Ursache

Einfache Übungen für psychische Gesundheit im Alltag

Fünf getrocknete Bohnen
Packe am Morgen fünf getrocknete Bohnen in deine linke Hosentasche. Jedes Mal, wenn im Verlauf des Tages etwas Positives widerfährt, wandert die Bohne von der linken in die rechte Hosentasche. Es ist wichtig zu beachten, dass es nichts Außergewöhnliches sein muss – sei es eine offene Tür, ein Lob oder sogar ein lustiges TikTok-Video, das ein Lächeln auf die Lippen zaubert. All das reicht aus, um jeweils eine Bohne in die rechte Hosentasche zu stecken. Am Ende des Tages wird nachgesehen, wie viele Bohnen es in die rechte Hosentasche geschafft haben. Dieser Effekt multipliziert sich, da aufgrund unserer selektiven Wahrnehmung das gesucht wird, was schön ist.

Glückstagebuch
Am Ende des Tages werden zwei Dinge, die an diesem Tag gut gelaufen sind, mit Datum aufgeschrieben. Am Ende des Jahres ist eine schöne Sammlung an guten Erfahrungen entstanden.

Keine Vergleiche
Sich mit anderen zu vergleichen, kann zu negativen Gefühlen führen. Viele Menschen machen die Erfahrung, dass sie nach Vergleichen viel unglücklicher sind als davor. Warum?
In vielen Zeitschriften und auf vielen Posts auf Social Media präsentieren sich die Menschen von ihrer besten und schönsten Seite. Der Vergleich mit dem eigenen Leben führt dann oft zu Unzufriedenheit. Am besten ist: Aufhören mit Vergleichen und das eigene Leben genießen und zufrieden mit sich selbst zu sein.

Anlaufstellen, wenn du Hilfe brauchst

  • Rettung: 144
  • Polizei: 133
  • Feuerwehr: 122
  • Vergiftungsinformationszentrale: 01/ 406 43 43
     

  • 24-Stunden-Notfall-Hotline Steiermark „PsyNot“: 0800 | 44 99 33 
  • KIT – Kriseninterventionsteam Steiermark für psychosoziale Akutberatung: Notruf 130 
  • Rat auf Draht: Notruf 147 
  • Telefonseelsorge: Notruf 142 
  • Ö3-Kummernummer: Notruf 116 123 (Täglich von 16 bis 24 Uhr) 
  • Frauenhäuser Steiermark: 0664 | 882398
  • Frauen-Notruf: 0800 | 222 555 
  • Frauenservice Graz: Telefonische Beratung: 0316 | 71 60 22 
  • Männer-Notruf: 0800 | 246 247 
  • Männerinfo: 0800 | 400 777 
  • Männerberatung Steiermark: 0316 | 83 14 14 
  • Rat und Hilfe bei Suizidgefahr: 0810 | 977 155 
  • Kinder- und Jugendrechtetelefon: 0676 | 866 606 09 
  • Sorgentelefon für Kinder, Jugendliche und Erwachsene 0800 | 201 440 (Mo -- Fr: 13:00-20:00 Uhr, Sa: 13:00 – 17:00 Uhr) 
  • PSYNOT (Steiermark): Tel: 0800 | 44 99 33

  • LKH-Graz II, Standort Süd: 0316 | 2191-0
  • LKH-Hochsteiermark/Leoben, Psychosomatik für Kinder und Jugendliche: 03842 | 401-2550
  • Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin 0316 | 385-13616
  • Krankenhaus der Elisabethinen 0316 | 7063 – 2500
  • Jugend am Werk – tartaruga. Krisenintervention- Schutz und Hilfe für Jugendliche: 050 | 79 00 32 00
  • Notschlafstelle für Jugendliche bei Krisen „Schlupfhaus“ Graz 0316 | 48 29 59

Ansprechperson

Das Infoteam antwortet gern montags bis donnerstags von 11:00 bis 16:00.

E-Mail [email protected]
Telefon +43 (0) 316 | 90 370-90

Zuletzt aktualisiert am: 02. November 2023
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